Hallo Nysse,

Ach - das ist ja interessant, Du meinst also auch, dass Betty anderes Futter bekommt als ich - und Aha - es ist nicht unbedingt besser -  so so.

Klar erinnere ich mich an Deine Beutelchen, Betty und ich haben noch darüber amüsiert, dass Du dein eigenes Futter mitgebracht hast - damals verstanden Betty und ich  uns noch ganz gut – besonders die Milch, fanden wir sehr witzig. Wo Du doch ein so großer Kater bist. Sei nicht sauer, das ist doch Schnee von gestern.

Aber heute hab ich Dir eine richtig gute Geschichte:

Erinnerst Du Dich noch an den Kater, der Dir zum verwechseln ähnlich sah, und der wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Ich erinnere mich noch daran, wie er Dich aus dem Holzschopf vertreiben wollte und ein  kleiner Huster von Dir genügte, ihn in die Flucht zu schlagen, das war lustig.

Nun dieser  Wahnwitzige hatte es doch tatsächlich  gewagt an mir vorbei, ins Haus zu schleichen und sich über unsere Teller herzumachen. Also, er muss einen tierischen Hunger gehabt haben, anders ließ sich sein Verhalten nicht erklären.

Du kannst Dir sicher denken, dass meine Neugierde geweckt war und ich ihm nachgeschlichen bin. Ich sprang auf die Kommode im Flur, weil man von dort, wie Du weißt , die Küche gut im Blick hat. A propos Blick, na den von Betty hättest Du sehen sollen.

Aber nun der Reihe nach :

Andrea und Betty saßen in der Küche , Andrea war am Frühstücken, wie immer mit einem Buch und Betty - na, 3x darfst Du raten - war am Betteln, was natürlich überflüssig war , denn es gab nur noch Marmelade. Nun, irgendwann merkte das sogar Betty und noch etwas hatte sie bemerkt, nämlich den schmatzenden Kater im Flur. Ihre Augen wurden immer größer und sie selbst auch, denn nun stand sie mit beiden Vorderpfoten auf dem Tisch. Endlich reagierte auch Andrea, sie hielt Betty zurück und wollte verhindern, dass die über den Tisch springen und das „arme Katerchen“ vertreiben würde. Das war lustig, denn Betty wollte gerade den Tisch entern, doch sie hatte die Rechnung ohne Andrea gemacht.  Wenn es drauf ankommt, ist Andrea nämlich schneller - und hier kam es drauf an. Zwar wäre sie dabei fast der Länge nach zu Boden gegangen,  aber sie schaffte es vor Betty an der Tür zu sein. Ich musste grinsen, denn es war lustig anzusehen wie diese  vor Bettys Nase zuging und sie mal nichts dagegen machen konnte.

Was nun folgte kennen wir alle, Andrea ermunterte unseren Artgenossen zu futtern und hatte Erfolg damit Er futterte unsere beiden Teller leer, es waren ja nur Reste, deshalb bekam er noch ein wenig dazu und als er fertig war, ging er ohne sich noch mal umzudrehen. Ich fand das zwar reichlich unhöflich, er hätte sich wenigstens bei mir bedanken können, dass ich soviel übrig gelassen hatte.

Am nächsten Tag stand er wieder auf der Matte und am Übernächsten.

 

Bis zum nächsten mal, ich muss jetzt raus, denn ich habe auf dem Hang hinterm Haus eine Katze sitzen sehen und ich habe das ungute Gefühl, dass sie die Nächste hier ist – besser ich verjage sie bevor sie sich hier einnistet.

 Schhnurrigrüße schickt Dir Lizzy    

 

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