Gegenbesuche

 Ich glaube jeder kennt das, man hat sich zum Award angemeldet und ist endlich nominiert, oder man bucht Premiumlinks um mehr Besucher auf seine HP zu locken.

Da – endlich! Er ist da , der heiß ersehnte Besucherandrang.

Erfreut liest man sich durchs Gästebuch.

So viele Eintragungen! Super!

So viel Interesse! Wahnsinn

So viele HP´s, die man noch nicht kennt! Irre

Natürlich bedanke ich mich erst einmal – das macht doch jeder – oder nicht?

Nun, ich tu´s jedenfalls und die ersten fünf HP´s besuche ich auch sofort, dann aber merke ich schnell, wie leicht ich mich verzettle und ich verspreche dem Rest der Besucher, sie so bald wie möglich zu „gegenbesuchen“.

 Für diese Gegenbesuche lasse ich mir gerne Zeit, denn ich treffe oft auf richtig interessante Seiten, die ich mir dann in Ruhe und epischer Breite reinziehe. Mitunter bleibe ich lange hängen und trage mich anschließend in die Gästebücher ein

TaBu...,

es sind nun gut zwei Jahre her,

da schrieb sie mir ins Gästebuch,

erinnerst Du Dich noch TaBu?

 

TaBu (HP) schrieb am 11.08.2007 um 12:12:

   Super

Was f?r eine sch?ne HP-meine Stimme habt ihr !!!Alles Gute weiterhin und viel Spa? mit deiner tollen HP.Sonnige Gr??e von TaBu.

Besuch mich doch mal in meinem Zaubergarten.

was war ich stolz, da fand doch glatt

jemand meine Seiten gut, ich war schließlich ganz neu dabei

Nun trat ich zu einem meiner ersten Gegenbesuche an  und so schreiben wir uns heute noch gegenseitig ins Gästebuch, von denen sie inzwischen drei und ich derzeit noch sieben habe.

Manchmal nimmt man auch etwas mit, Banner, Links, Aktionsbilder oder Hinweise um deren Verlinkung gebeten wird. Mitunter findet man auch interessante Clips oder kreative  Ideen und Rezepte.

Meine Scones backe ich heute noch nach dem Rezept von Tabu,  nachzulesen im Zaubergarten unter der Rubrik Irische Köstlichkeiten, sie gelangen fast immer - und wenn mal nicht lag  es an meinem Backofen.

Das Beste ist aber, dass man immer einen kleinen Blick in das Leben, Werken und Wirken von eigentlich völlig Unbekannten, werfen kann, das finde ich immer wieder faszinierend.

 

Heute z. B., war ich zu Gast auf der HP von Mike West, einem Countrysänger. Link für Link graste ich seine Navi ab und zog mir einen Titel nach dem anderen rein, denn ich liebe Countrymusik und vor allem nervt diese Art Musik nicht meine Katzen. Ich glaube eher Katzen lieben den Klang der Stilgitarren.

Alle, besonders Jacko, seinen Namen bekam er seiner Stimme wegen, die ziemlich hoch aber dennoch sehr laut ist. Das brachte mich sofort auf Michael Jackson

Jacko saß also am Fenster und sang lauthals mit – bzw. er sang lauthals gegen Mikes Stimme an, schließlich hatte er Hunger.

 

 

Zwei Tage und Nächte trieb er sich herum,

aber nun hätte er sein Futter doch gerne bitte gleich und möglichst zügig.

Gehorsame Katzendienerin, die ich nun mal bin, riss ich mich von Mikes Seiten los und fütterte erstmal Jacko, im Hintergrund laute Countrymusic.

Nachdem Jacko seinen Teller spülmaschinensauber geleckt hatte, setzte ich ihn auf den Arbeitstisch und besah ihn mir gründlich. Jacko ist zwar ein sehr alter und erfahrener Kater, dennoch passiert es auch ihm immer wieder, dass er das ein- oder anderemal gegen einen Watschenbaum rennt.

Er ist halt der Meinung sein Revier hätte mindestens die Größe von  Lichtenstein und er wäre der König.

 

Tja, da kollidieren halt schon mal  Interessen  

 

und  es gibt auf die Zwölf.

Ich wasche und desinfiziere dann seine Blessuren, natürlich mit verdünntem Teebaumöl, das verträgt er gut und er hält normalerweise auch still.

 Nur heute war es irgendwie anders.

Etwas hatte ihn gestört, war es das Futter? Das Teebaumöl?- Die Fliege an der Wand? Das Haar in der Suppe?

Oder gar - sorry Mike - für den Musikgeschmack meiner Katzen kann ich nun wirklich nichts.

Jacko jedenfalls, riss sich los, und stürmte ans Fenster, sprang auf´s Dach -   ich  mit seinem Belohnungsstängelchen hinterher.

(Den Sprung auf´s Dach ließ ich lieber sein, ich bin schließlich nicht mehr die Jüngste.

Jacko zwar auch nicht, aber er landet wenigstens auf

 vier Pfoten und ich dann doch eher auf der Nase)

 Das hätte ich mir natürlich getrost schenken können, denn Jacko war so beleidigt, dass er mich und das Leckerlie hochnäsigst ignorierte.

Ca. eine Viertelstunde später lag Jacko vor dem Fenster, so als wäre nichts gewesen, ließ sich die Sonne auf den Pelz scheinen

und lauschte, wie mir schien,

Deiner Musik - Mike West.

 

 

 

 

 

 

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